-->
04.01.2012

Der Verbrauchsausweis hilft Immobilienkäufern wenig

Der energetische Zustand einer Immobilie beeinflusst zunehmend die Kaufentscheidung von Immobilieninteressenten. Bei der Einschätzung des Objekts wird jedoch der Energieausweis oft als wenig hilfreich wahrgenommen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Immobilienbarometers von Interhyp und ImmobilienScout24, für das 1.896 Immobilienkäufer befragt wurden.

Für Laien ist es oft schwer, die Qualität von Heizungsanlage, Dämmung oder Verglasung einzuschätzen. Seit 2009 soll der Energieausweis, der beim Besitzer angefordert werden kann, für Klarheit über den energetischen Zustand sorgen. Doch nur wenige Immobilienkäufer fühlen sich durch ihn ausreichend informiert. Mehr als jeder fünfte Käufer attestiert dem Dokument keinerlei Hilfestellung bei der Prüfung der Energiebilanz der Immobilie. Etwa die Hälfte der aktuellen Immobilienkäufer (48 Prozent) schätzt den Energieausweis als nur bedingt nützlich ein.

"Die Umfrage macht deutlich, dass viele Käufer mit den Angaben im Energieausweis überhaupt nichts anfangen können", kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, fügt hinzu: "Der Hauptgrund für die mangelnde Akzeptanz ist, dass er häufig nur über den Energieverbrauch der vorherigen Bewohner, nicht jedoch über den tatsächlichen Energiezustand des Objekts, informiert."

Dies gilt jedoch nur für den für viele Immobilien zugelassenen und günstig erhältlichen Verbrauchsausweis, der auf den Heizkosten- und Warmwasser-Abrechnungen der letzten drei Jahre beruht – und damit stark vom individuellen Wohnverhalten abhängt. Wesentlich aussagekräftiger hingegen ist der Bedarfsausweis, der von einem Energieberater auf Grundlage normierter Randbedingungen und einer technischen Analyse des Gebäudes, also seiner Heizanlage und Gebäudehülle, berechnet wird.

Quelle: interhyp

Aussteller-Suche